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Kommunale Wärmeplanung

Erstellung eines freiwilligen kommunalen Wärmeplans für die Gemeinde Murg
 

Ziel des kommunalen Wärmeplans ist die Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestands. Ein Teil des gesamten Energieverbrauchs wird bereits durch erneuerbare Energien gedeckt. Im Wärmesektor spielt der Energieträger Erdgas noch eine wesentliche Rolle. Dieser soll in Zukunft durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden. Weitere Versorgungsmöglichkeiten können Abwärmepotenziale sowie erneuerbare Energien für die Fern-/Nahwärmeversorgung sein. Der Gebäudeenergieverbrauch sollte deutlich gesenkt werden, um relevante Klimaschutzziele zu erreichen. Hier steht die Bergung des Sanierungspotenzials von Wohngebäuden im Fokus. Insgesamt soll mit der Wärmeplanung auf dem bisher erreichten aufgebaut werden.
 

Mit der Wärmeplanung sollen neue Ansätze verfolgt werden. Eine Herausforderung bleibt der Wärmebedarf des Gebäudebestands. Eine weiterhin bedeutende Wärmeversorgung wird dabei auch die dezentrale Wärmeversorgung bleiben. Hier wird es darum gehen, den Bewohnern entsprechende Alternativen zu Heizöl und Erdgas bieten zu können und Wärmepumpenpotenziale darzustellen. Ein Neubaugebiet wird bereits mit Erdwärme im Niedertemperaturnetz versorgt.
 

Der erste Schritt der kommunalen Wärmeplanung besteht aus einer detaillierten Erfassung der Gebäudestruktur und der dazugehörigen Wärmeversorgungsinfrastruktur. Dabei werden sowohl leitungsgebundene als auch nicht-leitungsgebundene Erzeugung, der Verbrauch von Wärme und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen erfasst. 

Durch eine Potenzialanalyse werden Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Strom- und Wärmequellen, sowie Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz (z. B. durch Gebäudesanierung oder die Nutzung von Abwärme) zur Deckung des Wärmebedarfs berechnet. Daraus werden Zielszenarien abgeleitet, mit denen der klimaneutrale Gebäudebestand inklusive Versorgungsstruktur für die Jahre 2030 und 2040 erreicht werden kann. Durch die Beschreibung von sogenannten Vorranggebieten wird festgelegt, welche Gebiete zukünftig leitungsgebunden und welche dezentral versorgt werden sollen.
 

Darauf aufbauend wird die Wärmewendestrategie inklusive eines Maßnahmenkatalogs entwickelt, welche klare Handlungsempfehlungen zur Erreichung des Zielszenarios enthält. Dabei müssen mindestens fünf Maßnahmen in hohem Detaillierungsgrad ausgearbeitet werden, die bereits in den ersten fünf Jahren nach Erstellung in die Umsetzung kommen müssen. Der kommunale Wärmeplan soll in regelmäßigen Zeitabständen fortgeschrieben werden.
 

Ziel des kommunalen Wärmeplans ist die Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestands. Mit den Erkenntnissen aus der kommunalen Wärmeplanung erhofft sich die Gemeinde neue Impulse, um einen deutlichen Schritt in Richtung der für 2040 anvisierten Klimaneutralität gehen zu können. Die Umsetzung der Erkenntnisse erfolgt im Einvernehmen mit dem Gewerbe und der Bürgerschaft. Hierzu wird ein intensiver Austausch mit Projektpartnern und mit Energieexperten anvisiert, der durch das gegebene Potenzial in der Verwaltung zu begleiten ist.

 

Am 20.06.2024 hielt Dr. Marc Krecher im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsworkshops einen einführenden Vortrag zum Thema kommunale Wäremplanung in der Gemeinde Murg.

Die Inhalte des Vortrags erhalten Sie hier 

 WorkshopDr. Marc Krecher beim Vortrag im Rahmen des Bürgerbeteiligungsworkshops in der Sabine-Spitz-Halle Niederhof